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Lipödem

Bei einem Lipödem sprechen wir von einer Fettverteilungsstörung, unter der insbesondere Frauen leiden. Es handelt sich hierbei um eine Krankheit, die nichts mit falscher Ernährung oder mangelndem Sport zu tun hat.

OP-Dauer: ca. 90 – 240 Minuten
Narkose: Vollnarkose, Teilnarkose oder TLA
Klinikaufenthalt: ambulant bis 1 Übernachtung

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Lipödem

Bei einem Lipödem sprechen wir von einer Fettverteilungsstörung, unter der insbesondere Frauen leiden. Es handelt sich hierbei um eine Krankheit, die nichts mit falscher Ernährung oder mangelndem Sport zu tun hat. Oft ist die Krankheit auch erblich bedingt. Häufig sind die Hormone oder Hormonstörungen, wie auch Schwangerschaften Auslöser davon.

In Deutschland sind mehr als 1 Mio. Frauen von der Krankheit betroffen. Leider ist die Krankheit nicht diagnostiziert worden und die Pat. laufen unter dem Krankheitsbild Adipositas.

Die betroffenen Körperstellen sind:

Oberschenkel, Hüfte und Gesäß, Unterschenkel bis zum Knöchel (nie darüber hinaus, da dann eher ein Lymphödem besteht), Oberarme, selten Unterarme

Auf die Beine entfallen ca. 70 % der Lipödeme.

Die Beschwerden sind meist Schmerzen in den bedingten Arealen, die durch vermehrte Flüssigkeitseinlagerungen im Gewebe und in den Fettzellen zustande kommen.

Müde und schwere Beine, leichte Entwicklung von Blutergüssen und blaue Flecken sind sehr häufig. Berührungsschmerzen, Knoten und Dellen sowie Veränderung des Hautbildes (Orangenhaut) kommen immer symmetrisch hinzu.

Am häufigsten kommen an den Beinen die sog. Reiterhosen vor, die insbesondere bei schlanken Frauen immer stärker ausprägen.

Lipödem, Lymphödem oder Lipolymphödem:

Das Lymphödem besteht aus einer Transportstörung des Lymphsystems. Es kommt hier zu chronisch fortschreitenden Entzündungen durch fehlenden Abtransport.

Bei der Untersuchung kann man als erfahrener Arzt feststellen, ob es sich hier um ein Lipödem, ein Lymphödem oder Lipolymphödem handelt.

Im Anfangsstadium des Lipödems ist das Gewebe nur aufgedunsen. Erst bei länger bestehender Erkrankung kommt es zu mehr Einlagerungen. Häufig bildet sich zusätzlich ein Lymphödem durch die Transportstörung, weswegen wir hier von einem Lipolymphödem sprechen.

Mit der Zeit fibrosiert sich das Gewebe und es kommt zur typischen Knötchenbildung mit Verhärtung.

Hier ein Selbsttest, bei dem die Wahrscheinlichkeit gezeigt wird, ob es sich bei Ihnen um eine der o. g. Krankheiten handeln könnte:

  1. Leiden Sie unter häufig auftretenden blauen Flecken ohne eine erkennbare Ursache?
  2. Sind die Beine schwer und schmerzhaft?
  3. Nimmt die Schwere der Schmerzen und der Schwellung im Laufe des Tages zu?
  4. Sind die Schmerzen auch im Liegen, z. B. im Bett abends vorhanden?
  5. Hat sich Ihr Hautbild stark verändert, z. B. Cellulite oder Orangenhaut?
  6. Haben Sie Schmerzen, wenn ein kleines Kind auf Ihrem Schoß sitzt oder auf Ihren Schoß springt?
  7. Hat sich Ihre Figur dahingehend verändert, dass sich trotz Diät und Sport die Beine nicht verändert haben oder gar an Fülle zunehmen im Gegensatz zu Ihrer übrigen Körperfigur?
  8. Besteht ein Ungleichgewicht zwischen Ober- und Unterkörper (Birnenform)?
  9. Haben Sie Schmerzen in den Beinen, wenn Sie mehrere Treppenstufen erklimmen müssen?
  10. Nehmen Sie kontinuierlich an diesen Stellen zu?

Verlauf und Einteilung:

Der Verlauf zieht sich oft über viele Jahre bis die Diagnose professionell gestellt wird.

Häufig wird ein Phlebologe (Venenarzt), Gefäßspezialiste, Lymphologe oder Hautärzte darauf aufmerksam.

Ausgeschlossen werden muss, dass keine Gefäßveränderung oder Adipositas oder Lymphödem vorliegt.

Es gibt 3 Stadien des Lipödems:

  • Stadium I: Nur Schwellung des Bindegewebes
  • Stadium II: Schmerzen, Schwellung und Knötchenbildung
  • Stadium III: Zusätzlich Verhärtungen mit Fettwülsten und überhängender Haut

Zusätzlich kann sich ein Lymphödem entwickeln.

Vorbeugung:

Es ist nahezu unmöglich, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen, da sich trotz gesunder Lebensweise und Sport dieses Krankheitsbild zunehmend ausprägt.

Therapieformen:

Hier unterscheidet man zwischen der konservativen und operativen Therapie.

Die konservative Therapie

Die konservative Therapie beinhaltet das Tragen von Kompressionswäsche, Lymphdrainage, physikalische Entstauungstherapie (KPE-komplexe physikalische Entstauungstherapie), alternative Medizin, Lymphomat (Lymphmassagegerät).

Die operative Therapie

Die operative Therapie, die den dauerhaften Erfolg sichert, ist die Liposuction (Fettreduktion des Gewebes).

Häufig sind mehrere Sitzungen, je nach Stadium und Ausprägung, notwendig.

Kosten:

Das Lipödem wird von vielen Krankenkassen anerkannt, aber bisher werden häufig nur die konservativen Therapien übernommen.

In seltenen Fällen wird die Liposuction von den Kassen unterstützt.

Heilung:

Da es sich um eine chron. Erkrankung handelt, ist nur eine Linderung, die jedoch wesentlich ist, zu erreichen.

Für die Betroffenen ist die Liposuction erfahrungsgemäß nach Ausschöpfung der konservativen Maßnahmen oft der einzige Weg zur dauerhaften Linderung des Krankheitsbildes.

Informationen zur Behandlung:

  • OP-Dauer: ca. 90 – 240 Minuten
  • Narkose: Vollnarkose, Teilnarkose oder TLA
  • Klinikaufenthalt: ambulant bis 1 Übernachtung
  • Wundkontrolle: nach OP-Verlauf
  • Betreuung: über ca. 6-8 Wochen
  • Geschäftstüchtigkeit: nach ca. 1-3 Tagen
  • Nachbehandlung: Duschen am Folgetag, spezieller Wundverband, Narbenpflege nach 14 Tagen, Miederwäsche für ca. 6-8 Wochen Tag und Nacht, ggf. auch über diese Zeit hinaus
  • Sportkarenz: ca. 6 Wochen
  • Lymphdrainage: ggf. dauerhaft
  • Endgültiges Ergebnis: mindestens 3-6 Monate